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05.04.2010

Die Werft

 

 

Die Werft

 

Die Champagnerflasche zerschellt am Rumpf. Luftballone steigen in die Luft, begleitet von Jubelrufen gleitet der Stahlkoloss sanft ins Wasser. Die Jungfernfahrt kann beginnen.
Es ist schon ein fantastisches Erlebnis, so ein Stapellauf. Doch der Bau eines Schiffes verlangt viel Arbeit. Die Werft entführt uns ins Jahr 1870, als Dampfschiffe die Segelboote ablösten und die Länder um die Macht der Seeherrschaft stritten, da man so auch die Handelswege kontrollierte. Dabei bleibt es den Spielern überlassen, ob sie eher viele kleine Schiffe bauen oder schwere Schlachtschiffe oder Passagierdampfer. Dabei sollte man die zu Beginn geheim zugeteilten Aufträge der Nationen nicht aus den Augen verlieren.
Über Güterzüge werden Rohstoffe an die Fabriken geliefert, welche Schiffsteile, Kräne, Kanonen, Schornsteine, Segel und vieles mehr produzieren. Diese Ausrüstung kann man später am Markt kaufen. Aber so ganz alleine, nur mit Wind und Schraube fährt ein Schiff ja auch nicht. Also heuert man Kapitäne an, Fachkräfte geben während des Spiels Boni und Passagiere begehrte Siegpunkte. Sobald ein Schiff fertig ist, beginnt der Stapellauf durch die Kanäle oder Fjorde des Landes. Wer sein Schiff geschickt gebaut hat, kann so auch noch viele Bonuspunkte einsammeln.
Die Werft bietet viele Möglichkeiten, und noch mehr Wege führen zum Sieg. Ausgeklügelte Mechanismen lassen die einzelnen Rädchen harmonisch ineinander greifen. Alles ist schlüssig, das Spiel läuft einfach rund. Keine Haken, keine Ösen. Schon der Prototyp wusste voll zu überzeugen, doch das finale Spiel ist einfach klasse. Gut, das Thema ist Geschmackssache, da kann man sich drüber streiten, aber wer sich darauf einlässt,verbringt fantastische 1-2 Stunden.

 

Die Werft (2009)
Vladimir Suchý
CGE / Heidelberger
2-4 Spieler
ab 11 Jahre
ca. 75-120 Minuten
35 Euro