Kosmos BringMichMit-Spiele
Große Spiele mal ganz klein
Siedler von Catan - Das Würfelspiel
Siedler von Catan Das bekannteste Spiel in Deutschland sind wohl ohne Zweifel "Die Siedler von Catan". Seit 1995 ist der Erfolg nahezu ungebrochen und unzählige Ableger und Erweiterungen bereicherten die Spieleregale. Nun gibt es einen neuen Ableger der berühmten Reihe, in einer kleinen, aber feinen Schachtel: Das Würfelspiel. Scheinbar gab es auf Catan Kniffel-Liebhaber, sonst würde sich dieses Spiel nur schwer erklären lassen. Auch hier werden Straßen gebaut und auch hier benötigt man dazu Würfel. Diese zeigen statt Zahlen nun mal die bekannten Rohstoffe: Ziegel, Holz, Wolle, Stein, Getreide und Gold (als Joker). Neben Straßen kann man natürlich auch Siedlungen, Städte und Ritter bauen. Die erforderlichen Rohstoffe entsprechen denen des großen Bruders. Dreimal dürfen die Würfel geworfen werden, Würfel herausgelegt und wieder mitgewürfelt werden. Straßen bringen einen Punkt, Siedlungen schon mehr und bei Städten sahnt man richtig ab. Natürlich muss man vorher verbindende Straßen gebaut haben. Am Ende gewinnt der mit den meisten Punkten.
Die Ähnlichkeit zu dem schon erwähnten altbekannten Würfelspielchen sind schon frappierend, aber hier steht nun einmal Siedler drauf und der Name alleine verkauft sich schon. Lohnt es sich also? Jein. Für Siedler-Fans ist es sicherlich ein Must-Buy, gerade bei dem kleinen Preis. Alle anderen sollten es einmal anspielen. Ganz so banal wie Kniffel wirken die Siedler mit ihren Würfeln dann doch nicht.
Tipp: Im Internet gibt es auf www.catan.de eine Profi-Variante des Würfelspiels. Die erforderlichen Spielblätter können dort heruntergeladen werden.
Die Siedler von Catan - Das Würfelspiel (Kosmos 2007)
Klaus Teuber
1-4 Spieler
Ab 8 Jahre
ca. 15-30 Minuten
6 Euro
Ubongo
Ubongo Ubongo ist ein Phänomen. Kaum ein Spiel fesselt ganze Familien stundenlang am Tisch. Da rauchen die Köpfe, da wird geflucht, gezweifelt und doch lässt man nicht eher los, bis das Rätsel gelöst wurde. Nein, ich spreche nicht von "Sudoku", bei Ubongo handelt es sich eher um das berühmte Pentaminos-Phänomen.
Quadratischen Formen, mit einer gehörigen Prise "Tangram" versehen, faszinieren jung und alt. Je nach vorgegebener Aufgabe, nimmt man sich die entsprechenden Elemente und versucht damit, eine freie Fläche auszufüllen. Soweit sind die Regeln auch bei dem kleinen Spiel identisch. Doch die Anforderungen sind ein wenig - naja, banaler? Zwei oder drei Elemente gilt es unterzubringen. In der Mitte liegen vier Stapel mit Karten und jeder Spieler nimmt sich eine Karte vom Stapel. Dann folgt der Ubongo!-Ruf und die Spieler drehen die Karte um, suchen sich schnell die erforderlichen zwei oder drei Elemente und puzzeln vor sich hin. Sobald der erste fertig ist, folgt ein zweiter Ubongo-Ruf und man zählt bis 20 (oder 10 oder 5...). Wer es in dieser Zeit ebenfalls schafft, seine Aufgabe zu lösen, darf die Karte behalten, die nicht gelösten wandern zum Ubongo-Rufer. Wer am Ende die meisten Karten besitzt, gewinnt.
Gerade einmal 32 Karten (mit 64 Aufgaben) und überschaubaren Elementen lassen dieses Mini-Spiel gerade noch als Urlaubs-Ubongo durchgehen. Wer Ubongo nicht für die Reise sucht, greift besser zum neuen Ubongo-Duell (15 Euro), welches deutlich anspruchsvoller ist (360 Aufgaben und ziemlich ungewöhnliche Formen) oder direkt zu den großen Schachteln.
Ubongo - Mitbringspiel (Kosmos 2007)
Grzegorz Rejchtman
1-4 Spieler
Ab 7 Jahre
ca. 15 Minuten
6 Euro
Einfach Genial
Einfach Genial Die Mischung aus Domino und Hexagon bot taktische Unterhaltung, einen angenehmen Ärger-Faktor, optisch schlichte, aber moderne und ansprechende Grafik, alles auf sehr hohem Niveau. Gerade der Abrechnungsmechanismus (der Spieler mit den meisten Punkten in der schwächsten Farbe gewinnt) bot Abwechslung zur "meisten Punkte gewinnt"-Siegbedingung. Auch war es sowohl zu Zweit als auch zu Viert herausragend. Ganz neu (neben "Einfach Genial Knobelspiel" und "Einfach Genial Reise" für Zwei erscheint dieses Jahr ein neuer Ableger: "Einfach Genial - Bring mich mit". Im Gegensatz zu Ubongo hat sich Reiner Knizia aber vom ursprünglichen Spielsystem entfernt. Lediglich die Symbole entsprechen denen der großen Schachtel. Und das Abrechnungssystem.
Hier werden keine Symbole aneinander gelegt, sondern in einer netten "Can't Stop" Variante Steine aus dem Beutel gezogen und mit den drei in der Mitte liegenden verglichen. Stimmt das gezogene mit einem der mittigen überein, so legt man es vor sich ab. Wer möchte, zieht nun ein weiteres. Solange die gezogenen Plättchen einem in der Mitte zugeordnet werden können, darf man sich freuen. Wer aufhört, legt nun die gewonnenen Plättchen vor sich ab. Wer nun eines zieht, welches keinem Symbol zugeordnet werden kann, beendet den Zug. Man verliert die bisher gewonnenen Plättchen und legt sie nach Farben sortiert in die Mitte. So können auch mehr als drei Steine dort liegen. Die gewonnenen Steine ordnen die Spieler ebenfalls nach Farben. Das Spiel endet, wenn ein Spieler 5 bzw. 7 Steine jeder Farbe vor sich liegen hat. Die weiteren Ränge richten sich dann nach der schwächsten Farbe.
"Einfach Genial" in der kleinen Packung bietet ein interessantes, abwechsungreiches Spiel, welches für 6 Euro uneingeschränkt empfohlen werden kann. Klein aber fein!
Einfach Genial Mitbringspiel (Kosmos 2008)
Reiner Knizia
2-4 Spieler
Ab 7 Jahre
ca 20 Minuten
6 Euro








































