Dicke Luft in der Gruft
Dicke Luft in der Gruft
Wenn Vampire eins nicht mögen, dann ist es Sonnenlicht. Sobald die ersten Strahlen den Horizont in wohlig warmes Licht tauchen, haben sie nur eins im Sinn: Nichts wir weg. Zurück in die kalte, dunkle Gruft. Im Grunde haben sie ja recht - so ein Sonnenbrand ist ja auch alles andere als nett. Doch die Vampire sind wählerisch - sie begnügen sich nicht mit einer beliebigen Gruft, nein, jeder hat so seine Lieblingsfarbe und in eben jener muss auch die Gruft gestrichen sein. Und selbst, wenn man endlich fündig geworden ist, ist man seines Lebens nicht wirklich sicher. Neben Sonnenlicht mögen Vampire nämlich noch eines so gar nicht: Knoblauch. Ok, wir können diese Dinger auch nicht immer riechen, aber für uns sind sie immerhin noch gesund. Vampire bekommen jedoch arge Bauchschmerzen.
Ganz so schlimm trifft es die SpielerInnen dann aber doch nicht. Ziel des Spiels ist es, seine Vampire auf dem Friedhof unterzubringen. Wer dies schafft, gewinnt. Wer am Zug ist, deckt einen Sargdeckel um. Stimmt die Farbe mit einem seiner aussen liegenden Vampire überein, so darf er ihn ablegen und weiter machen. Stimmt die Farbe nicht, kann man sich entscheiden, eine seiner Knoblauchzehen hinein zu legen und der nächste Spieler ist dran. So füllt sich der Friedhof immer mehr mit Vampiren und Knoblauchzehen. Wer nun einen Sargdeckel öffnet, in dem eine Knoblauchzehe eines Mitspielers zu finden ist, erhält von diesem einen Vampir. Wer so schusselig ist und seine eigene Knoblauchzehe aufdeckt, bekommt von allen anderen SpielerInnen einen Vampir geschenkt, welchen er den seinen zufügen muss. Ähnlich ergeht es demjenigen, der zum dritten Mal eine besetzte Gruft aufdeckt.
Dicke Luft in der Gruft Dicke Luft in der Gruft stellt eine der schönsten Memory-Varianten dar, die man im Spieleregal finden kann. Die Aufmachung ist - wie man es von Zoch kennt - hochwertig. Die Grafik ist außerordentlich kindgerecht, aber weit entfernt von kitschig, so dass sich auch Erwachsene an der Optik erfreuen können. Das Spiel selbst ist über alle Zweifel erhaben. Es gibt wenige Spiele, bei denen sowohl Kinder wie Erwachsene gleichermaßen Freude am Spiel haben. Dicke Luft ist eine solche Ausnahme. Zu zweit muss man jedoch gehörig Abstriche machen, was Spannung und Spaß angeht, aber zu viert, fünft oder sogar zu sechst! füllt sich der Friedhof sehr schnell und es wird schwierig, freie Plätze zu finden. Dafür ist die Schadenfreude beim Aufdecken der Knoblauchzehen umso größer. Die Anzahl der Vampire, die jeder auf dem Friedhof unterbringen muss, hängt von der Anzahl der Spieler ab. Je mehr Spieler, umso weniger Vampire. Dadurch bleibt auch die Spielzeit immer in einem ähnlichen Rahmen. Eine Partie dauert meist 30-45 Minuten. Falls es bei einer Partie bleibt.
2005 erschien eine kleine Erweiterung zu "Dicke Luft in der Gruft" mit dem passenden Namen: "Frische Luft in der Gruft." Dabei haben die Spieler nun die Möglichkeit, sich eine Gruft zu reservieren oder Fledermäuse um Hilfe bitten.
Dicke Luft in der Gruft (2004)
Norbert Proena
Zoch Verlag
2-6 Spieler
ca. 30-45 Minuten
Ab 6 Jahre
ca. 30 Euro








































