Jenseits von Theben - Antiker Buddelspaß
Antike Schätze reizen nicht nur Archäologen, wer hat als Kind nicht gern im Sand verbuddelte Sachen wieder ausgegraben? Bei "Jenseits von Theben" schlüpfen die Spieler in die Rolle eines Archäologen. Ziel des Spiels ist es, innerhalb einer bestimmten Zeit, möglichst wertvolle Fundstücke zusammengertagen zu haben. Sobald man das Spiel vor sich aufbaut, fällt einem die stimmungsvolle Aufmachung von Theben ins Auge. Der Spielplan, auf dem man von Ort zu Ort reist, die Karten, welche Wissen und Boni bringen, die Säckchen, in den man nach verborgenen Schätzen wühlt und ein Chronokel, eine Art Zeitscheibe, die bei Ausgrabungen von Nutzen ist.
Wir beginnen im Jahr 1901. Spätestens im Jahr 1903 (abhängig von der Spielerzahl) Jenseits von Thebenendet das Spiel. Auf dem Spielplan sind im Norden die Universitätsstadte abgebildet (London, Paris, Berlin, Moskau, Rom, Wien und Warschau, in welcher wir auch starten. Im unteren Teil befinden sich die Ausgrabungsorte. Griechenland, Ägypten, Mesopotamien, Kreta und Palästina. In den Universitätsstädten eignet man sich Wissen in Form von Büchern an. Die Farbe der Bücher bestimmt das Wissen eines Ausgrabungsgebietes, wobei man auch am Allgemeinwissen arbeiten kann. Je mehr Wissen man besitzt, umso mehr Ausgrabungsversuche besitz man und umso größer ist die Chance, wertvolle Fundstücke aus dem Säckchen zu ziehen.
Wie kommt man nun an die Karten und wie verbringt man denn seine Zeit? 4 Karten liegen auf dem Spielplan in einer Auslage. Auf ihnen ist die Stadt verzeichnet, wo sie zu bekommen sind und die Zahl der Wochen, die man benötigt, um sich das Wissen anzueignen. Die Reise von Ort zu Ort beträgt eine Woche, wobei ein Auto die Sache beschleunigen kann. Steht man zum Beispiel in Berlin und möchte eine Karte Wien mit Fachwissen über Kreta erhalten (Wert 3), so setzt man seinen Zeitstein 4 Wochen vor. Neben Wissenskarten kann man aber auch Hinweis Karten erhalten, Grabungsgenehmigungen, Kongresskarten, Gehilfen uvm. Genommene Karten legt man offen vor sich aus, so dass man sein Wissen im Überblick behält. Lediglich Hinweiskarten sind nur einmal gültig und werden dann abgelegt. Hat man das Gefühl, sich genügend auf eine Expedition, sprich Grabung, vorbereitet zu haben, kann man nun seine Reise beginnen.
Nun kommt das Chronokel ins Spiel. Auf dieser Scheibe stellt man sein Jenseits von ThebenWissen ein und die Anzahl der Wochen, die man graben möchte. Dadurch erhält man die Zahl der Plättchen mit den Fundstücken, die aus dem Beutel des entsprechenden Ortes gezogen werden können. Natürlich gibt's auch viel Sand, sprich Nieten, welche wieder zurück in den Beutel wandern. Fundstücke behält man. Man könnte noch viel über das Spiel schreiben, doch der Platz ist begrenzt. Erwähnt seien noch mögliche Ausstellungen, die Kongresse, welche richtig viele Punkte bringen könnnen, sowie Ausgrabungsgenehmigungen, weclhe die Spieler bei Grabungen einschränken. Fazit: Die Aufmachung ist fantastisch. Die Stimmung des Themas wurde hervorragend eingefangen, das Wühlen in den Säckchen ist eine geniale Lösung.
Nicht zu kritisieren also? Doch, leider. Der Glücksfaktor des Spiels ist enorm. Wer mit viel Wissen und langer Grabungszeit nur Nieten zieht, während ein Mitspielr mit 3 Plättchen 3 Fundstücke zieht, darf sich schon ärgern. Aber nur kurz. Denn auch wer Pech mit dem Ziehen hat, kann anderwertig Punkte gut machen. Jenseits von Theben eignet sich vor allem für Familien oder Spieler, denen Glück im Spiel nichts ausmacht. Und diese finden in Theben ein absolut empfehlenswertes Spiel, welches man gerne öfter aus dem Regal buddelt, Verzeihung, nimmt.
Kleine Anmerkung: Jenseits von Theben erschien erstmals 2004 in einer Kleinstuflage im Eigenverlag des Autors. Die Erst-, wie auch die Zweitauflage 2005 waren innerhalb kürzester Zeit ausverkauft. Die Neuauflage bei Queen Games wertet Theben deutlich auf.
Wir, der SPIELMIX, laden sie gerne ein, das Spiel kennenzulernen und mit uns zu spielen. Melden Sie sich einfach im Laden.
Jenseits von Theben
Peter Prinz
Queen Games
2-4 Spieler
Alter: Ab 8 Jahre
Spielzeit: ca. 60 Minuten
SPIELMIX Preis: 29.99 Euro.








































